«Time» zeichnet zwei Forschende aus der Schweiz aus
Das US-Magazin «Time» zählt Jocelyne Bloch und Grégoire Courtine zu den einflussreichsten Personen im globalen Gesundheitswesen. Ausgezeichnet wurden die beiden Forschenden aus der Romandie in der Kategorie «Pioneers», wie das Magazin schreibt.
Sie sind Rockstars: Prof. Dr. med. Jocelyne Bloch, Neurochirurgin am Universitätsspital und an der Universität Lausanne und Prof. Grégoire Courtine, Neurowissenschaftler an der ETH Lausanne, gehören zu den wenigen Vertretern Europas, die das Magazin Time zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten im Gesundheitswesen gewählt hat.
Die beiden Neuro-Forschenden arbeiten seit Jahren an Methoden, um zerstörte Nerven, respektive Nervenverbindungen wieder herzustellen. So entwickelten sie eine «digitale Brücke», die die Verbindung zwischen den Befehlen des Gehirns und den Beinen wiederherstellen kann, wenn das Rückenmark zerstört wurde. Bis in zehn Jahren soll die Technologie der Allgemeinheit zur Verfügung stehen, wie Grégoire Courtine gegenüber «Time» sagte.
Mit vereinten Kräften haben die beiden Neuro-Forschenden im November vergangenen Jahres einen bahnbrechenden Fortschritt auf ihrem Gebiet verkündet: Mit einer sogenannten Neuroprothese – einem Implantat im Rückenmark – gelang es ihnen, einem Parkinson-Patienten zu flüssigem Gehen zu verhelfen. Publiziert wurde dieser Erfolg im Fachmagazin «Nature».
Dank einer Spende der Parkinson-Stiftung des US-Schauspielers Michael J. Fox kann das Forscher-Duo in diesem Jahr klinische Versuche an sechs weiteren Patienten durchführen, die aufgrund ihrer Parkinson-Krankheit an Gehbehinderungen leiden.
WEBER Gilles