Bedürfnisse pflegender Angehöriger verstehen
Eine neue Studie der Universität Luzern (UniLu) zeigt die spezifischen Bedürfnisse pflegender Angehöriger von Demenzkranken in der Zentralschweiz. Die Studie wurde im Rahmen eines Forschungspraktikums des «Master in Health Sciences» durchgeführt.
Das Besondere an der Studie sei ihr gezielter Fokus auf Geschlechtsunterschiede, wie es in einer Mitteilung der UniLu heisst. Untersucht wurden das Stresserleben sowie Bewältigungsstrategien. Das Ergebnis zeige, dass Frauen mehr Stress empfinden als Männer und ihre Erwerbstätigkeit eher anpassen, um der Pflege von Angehörigen nachzukommen.
Weiter verdeutliche die Umfrage, an der 224 Personen teilnahmen, dass Frauen häufiger emotionale Unterstützung bieten und Hilfe von Familie und Freunden in Anspruch nehmen. Männer würden hingegen häufiger Ablenkungs- und Vermeidungsstrategien nutzen und eher auf professionelle Pflegedienste zurückgreifen.
Die Ergebnisse würden die Notwendigkeit gezielter Unterstützungsmassnahmen für pflegende Angehörige unterstreichen, um deren spezifischen Bedürfnissen gerecht zu werden. Dabei sollten geschlechterspezifische Unterschiede berücksichtigt werden. Weitere Forschung sei erforderlich, um die Situation besser zu verstehen und zu verbessern.
Wie die UniLu mitteilt, hat zum Abschluss des Projekts ein Austausch mit Fachpersonen der Gesundheitspraxis stattgefunden. Die gewonnenen Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen wurden in den Abschlussbericht integriert. Das Projekt wurde von der Fachstelle Gesundheitsförderung des Kantons Luzern finanziell unterstützt.
© Victorrustle | Dreamstime<br />

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