Alpträume deuten auf Demenzrisiko hin
Neurologie
Wer häufig schlecht träumt, könnte ein erhöhtes Risiko für Demenz haben. Dies zeigt eine Studie des Imperial College London.
Die Forschenden untersuchten den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit schlechter Träume und dem Risiko kognitiver Einschränkungen bei Männern und Frauen. Sie kamen zum Schluss, dass beunruhigende Träume im mittleren Alter kognitiven Verfall und Demenz im höheren Alter vorhersagen können. So hatten Erwachsene mittleren Alters mit wöchentlichen beunruhigenden Träumen ein 4-fach höheres Risiko für kognitive Einschränkungen. Ältere Erwachsene mit Albträumen hatten ein 2,2 Mal höheres Demenzrisiko.
Es sei bekannt, dass desruptiver Schlaf das Demenzrisiko erhöhe, was ein Erklärungsansatz für das Ergebnis sein könnte. Eine andere Möglichkeit sei, dass Albträume ein frühes Demenzzeichen darstellten. Der Zusammenhang zwischen Albträumen und Gehirnerkrankungen wie der Parkinson-Krankheit sei in der Literatur bereits nachgewiesen, erklärt der Neurologe Abidemi Otaiku, Hauptautor der Studie. Diese Zusammenhänge sollten daher genau untersucht werden. «Albträume stehen in engem Zusammenhang mit vielen Gehirn- und anderen Erkrankungen, und ich bin der festen Überzeugung, dass Ärzte häufiger nach Albträumen fragen sollten.»
© Tero Vesalainen | Dreamstime

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